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Nein, ich habe diesen Blog nicht vergessen, ich habe nur kein Internet mehr.
Nachdem ich meinen Laptop kaputt gemacht und eingeschickt habe, sitze ich brav zu Hause am Schreibtisch und arbeite ganz altmodisch und fleißig vor mich hin und vergesse zwischendurch, daß es so was wie das Internet gibt.
Draußen hupen gerade die Italiener. Ich betrauere immer noch den unverdienten Sieg Englands gestern. Ecuador war einfach die bessere Mannschaft! Olé!
Heute habe ich mit der Frau des Cousins meines Großvaters väterlicherseits telefoniert, sie hatte mich bei der Feier des Geburtstags eines anderen Cousins meines Großvaters (der Mann von der Oma mit dem Dirndl der von der Nordsee kommt) nämlich eingeladen ins Wurster Land. Es war superschön, mit ihr zu telefonieren. Mir ist meine Weitfamilie unheimlich wichtig. Normalerweise pendele ich ja teilweise etwas unorientiert durch die gruppendynamischen Landschaften und mache Witze die die Südlichter nicht verstehen oder setze mich in sonst ein Fettnäpfchen, aber mit der Verwandschaft meines Vaters verbindet mich etwas, das sich anfühlt wie ganz reinfaserige Verständigung oder besser: Man ist einfach so wie man ist und das ist prima und sehr schön. Ohne Irritationen.
Man kann sogar fehlerhaft sein.
Darüber denke ich nämlich grad nach: Am Samstag hatten wir Team-Samstag, und beim Mittagessen habe ich mit meiner Chefin ein Gespräch über Schwachsein geführt. Einfach mal schwach zu sein und zu erleben daß es auch so geht. Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, was sie genau meinte, aber ich denke darüber nach und probiere es mal aus und werde sie diese Woche einfach anrufen.
aber ansonsten: Meine Familie ist mir unheimlich wichtig und mir ist das immer gar nicht so bewußt.
Vivir para contarlo ... es gibt diesen wichtigen Teil in meinem Leben und meine beste Freundin weiß fast gar nichts davon und mir war selbst gar nicht bewußt wie wichtig es mir ist weil ich nicht davon erzählt habe.
Jetzt gehe ich aber wieder Eis essen
LG
und Anne, Jan, wollen wir nicht mal ein Minibloggertreffen machen irgendwann im September?
26.6.06 19:54


Kurzes

Up-Date: ich bin in Leipzig, in der Albertina, einem alten großartigen Gebäude, das renoviert wurde - ein himmelweiter Unterschied zu den Bayerischen architektonisch dürftigen, aber großartig renovierten Gebäuden - und versuche wieder zu arbeiten, was wunderbar geht, da ich a ) endlich eine Gliederung habe und b) das Wetter wunderschön ist. Heute Nacht habe ich von Manchester geträumt, wo ich vor zwei Jahren in der Pfingstwoche war und das Licht und der Regen ganz ähnlich abwechselnd aber immer wieder warm fielen und es mir sehr gut ging.

Die letzen Tage war ich in Holland und alles klappte wie am Schnürchen bei der großen Veranstaltung für die ich verantwortlich war und ich bin sehr stolz, auch wenn ich es nicht genossen habe, warum, darüber muß ich noch nachdenken.
8.6.06 13:27


Volks lied gut

An der Ampel raunzte mich heute eine alte Dame mißbilligend an: Immer diese fremdländliche Krachmacherei! Ich hatte nämlich Kopfhörer drin und mitgesummt. Witzigerweise ein Deutsches Volklied, denn ich hörte Deutschladradio Kultur und da wurde gerade die Band "Schöneweile" vorgestellt.
(Erst habe ich "Schöneweide" verstanden, das Ding, äh Dorf, das vom kalauernden Teil meiner Freunde "Schweineöde" genannt wird.)

Ich mag Deutsche Volkslieder von Herzen. Vielleicht mag ich nur deshalb Adam Green. Vielleicht erklärt sich mein gesamter Musikgeschmack daraus, daß ich keine gescheiten Deutschen Volkslieder zu Hören bekomme. Alles nur Ersatzbefriedigung.

Denn es muß ja nicht unbedingt Dietrich Fischer-Dieskau sein. Den höre ich zwar, weil es die einzige Aufnahme vom "Lindenbaum" vor dem Tore ist, die ich habe, aber Volkslied ist das ja nun nicht mehr.

Was die Band "Schöneweile" da aber singt, ist das denn wirklich "Volkslied"?
Vorgestelltes Lied Nummer eins handelte von einem Müller. Das war das, was ich mitgesummt habe. Volkliedtauglichkeit hoch, dazu paßte dann auch die E-Gitarren-Schlagzeug-Untermalung ganz wunderbar und der hart gerotzte Refrain. So weit so gut. Aber "Auf einem Baum ein Kuckuck" saß - das ist eines der Lieder meiner Kindheit!

Bin ich deutschnational aufgewachsen? Meine Eltern waren beide Jusos. Aber mein Vater hat mit uns "Mundorgel" gesungen. Für mich sind das Pfadfinderlieder. "Wenn die bunten Fahnen wehen", "Nehmt Abschied, Brüder", das Treuenbrietzenlied, ich kann sie alle mit allen Strophen und kann damit jede Lagerfeuergemeinschaft zur Weißglut bringen, wenn ich fies bin.
Simsalabasaladuselabaseladim!

Und danach kam "Die Gedanken sind frei". Das ist für mich eine Hymne! Das braucht keine E-Gitarren! Das braucht vielleicht eine Blockflöte weil Sophie Scholl es mit dieser ihrem Vater durch das Gitter seines Gefängnisfensters vorgespielt hat, aber das braucht doch keine Aktualisierung!
Das ist aktuell!

Gut, man muß alles volkstümelnde verfremden, bis das "tümelnd" weg ist, in Deutschland. Aber trifft das für alles alte Deutsche zu? Und nicht nur für die von den Nazis zweckentfremdeten Dinge/Lieder wie den Lindenbaum, das Städele, die ersten Strophen des Deutschlandliedes ... auch für verbotene Lieder wie die "Gedanken"?
Eben nur weil alt und Deutsch?

Muß man dann die Marienbader Elegie auch rappen?
Schmeißt man deshalb den Schiller auf der Bühne durcheinander? Glaub ich nicht. Ich glaube, das ist bloß postmoderne Sinnsuche (ich weiß, daß das ein Widerspruch ist und das Selbstbild nicht trifft, aber was ist die postmoderne Langeweile sonst?).

Ich bin gerne Deutsch.
Aber dazu ein andermal mehr, jetzt muß ich wieder an meine Bücher.
31.5.06 11:18


Die Entdeckung der

Langsamkeit.
Nein, ich habe das Buch von Sten Nadolny nicht gelesen. Ich habe es nur angefangen und mich furchtbar gelangweilt, ich glaube, weil es um Volleyball (oder Ball über die Schnur?) ging und ich das gehasst habe zu der Zeit. Mein Vater liebt das Buch aber und das gilt nicht von vielen Büchern, und ich kann bezeugen, daß es großartig sein muß, weil ich immer von n auf n+1 schließe (ich bin ein Mathematikerkind) und "Ein Gott der Frechheit" von Sten Nadolny ist großartig und ich denke jedes mal daran, wenn ich ein Päckchen mit Hermes bekomme.
Mein Vater liebt dieses Buch weil es von ihm handelt. Er ist langsam.
Ich habe mich immer für schnell gehalten. Warum? Weil es einige Dinge gibt, in denen ich sehr schnell bin, und einige Zeit habe ich fast ausschließlich diese Dinge getan: Denken, lesen, sprechen.
Zu der Zeit habe ich wenig gegessen zum Beispiel - darum ist mir wohl nicht aufgefallen, daß ich eigentlich ein sehr langsamer Mensch bin.

Jetzt, mit Mitte zwanzig, wo das Alter einsetzt, entdecke ich das - langsam.
Was ich immer schon bemerkt habe ist, daß ich sehr lange brauche, Briefe zu beantworten. Ich bekomme sie, öffne sie, lese sie - allein das kann eine halbe Woche dauern, dann denke ich darüber nach, wende das an, was ich denke und dann kommt es erst zu einer Antwort: Das sieht so aus, daß ich den Brief noch mal lese, mir Notizen mache und dann einen Anfang schreibe, mit Begrüßung und allem. Dann suche ich eine möglichst elegante Überleitung zu einem der Themen auf meinem Notizzettel, und zwischendurch versuche ich in kleinen Anekdoten einfließen zu lassen, wie es mir geht, was ich mache, und wozu so ein Briefwechsel sonst so gut ist. Das ganze braucht fast immer drei Schreibanfänge und kann sich über Monate erstrecken. Schicke ich einen Brief schneller ab, erfüllt er das Raster nicht.

Inzwischen weiß ich aber, daß ich generell ein langsamer Mensch bin. Das hängt mit der Verbreitung von email zusammen. Jetzt kann ich mir nicht mehr einreden, meine Kunst des Briefeschreibens sei halt so elaboritert und zeitraubend.
Jetzt habe ich einen Posteingang.
Da trudeln emails ein. Jeder kennt das. Es gibt bei meinem Programm dann ein rotes Zeichen. Erst gucke ich, wieviele das ungefähr sind. Dann mache ich den Abwasch. Dann gucke ich, wer geschrieben hat. Oder wer vielleicht nicht. Dann wechsle ich meinen Sitzplatz und starte mein Musikprogramm. Und ob ich die emails dann lese, hängt von vielen Faktoren ab. Nach einer Woche habe ich aber alle gelesen. Hm, und das Antworten ...
Ich bin fest davon überzeugt, daß man Dinge richtig machen kann oder halbherzig, und es gibt auch genug Dinge, die ich habherzig mache, staubsaugen zum Beispiel, zur Not auch Schminken, aber schreiben niemals. Wenn geht es mir richtig dreckig. Damit.
Und so wichtig ist mir fast nichts, daß ich das riskiere.
Ich brauche ein ganzes Herz zum Schreiben. Und genau darin bin ich so langsam.
Ich verschenke mein Herz wie der Himmel seine Sterne. Wenn ich reise, dann gehört mein Herz der Landschaft vor Zugfenstern oder anderen Ausblicken.
Wenn ich Menschen treffe, gehört mein Herz den Menschen, die ich mag. Und ich kann wieder abreisen, aber bis ich alles wieder eingesammelt habe, das dauert. Wenn ich es beschleunigen will, kommt es nicht vollständig an. In dieser Hinsicht ähnelt es der Deutschen Post.

Und jetzt, nachdem die letzte Fahrt über eine Woche her ist, bin ich wieder ganz da. Schön, das freut mich!
Aber es ist wieder einmal ein Meilenstein, um festzustellen, wie langsam mein Herz ist.

Und jetzt piept die Waschmaschine.
30.5.06 15:41


Sprungstein

Scheint mir wohl nicht als einziger so zu gehen, daß ich lieber sommere als schreibe ... ich bin glücklich, heute traue ich mich das erste mal im kurzen Rock auf die Straße, ich bin viel unterwegs und schlafe ständig woanders, nicht nur wegen des erneut ausgebrochenen Kriegs in der WG, sondern weil ich es mag, bei Parties an Ort und Stelle einzuschlafen und besonders, gemeinsam zu frühstücken. Meine Verwandschaft war in Stückchen hier und der Mann meiner Cousine hat mich mit seinen Annäherungsversuchen ganz schön durcheinander gebracht, ich sollte mal wieder vorsichter werden und habe mich noch nicht entschieden, ob ich am Sonntag Abend die Einladung eines Priesteramtskandidaten, der mir ein Blockseminar über durch seine Gesellschaft das Leben gerettet hat, zum Abendessen wahrnehmen soll. Komisch, in meiner letzten Stadt waren es auch Frauen, die sich für mich interessiert haben, auf diesem Markt scheint mein Marktwert gesunken sein - egal, eigentlich interessiert mich das alles eher anekdotenhaft. Ich bin ganz froh allein zu sein zur Zeit. Sonst könnte ich nicht so durch die Gegend hüpfen.
Heute Nachmittag fahre ich wieder fort.
FoBi ... und Sommer!
19.5.06 11:40


KLACK

Ich glaube, ich weiß jetzt, warum auf Treppenabsätzen häufig und auch bei uns Läufer liegen: Auf den Treppenstufen kann man auch mit Pfennigabsatzschuhen leise laufen, wenn man den Absatz in der Luft hängen lässt und nur mit dem Vorderfuß die Stufe berührt, aber auf dem Treppenabsatz wäre das laute Klacken unvermeidlich.
Und das ist echt laut, vor allem nachts, wenn alles sonst leise ist. Aber auch in der Bibliothek. Ich weiß, wovon ich rede. Pfennigabsätze sind eine asoziale Sache. im Rasen sackt man immer hinten ein und hinterlässt Löcher. Aber das macht Spaß. Und außerdem mag ich die gestickten Schmetterlinge auf meinen.
5.5.06 12:04


Wallepurgis

Party in den Mai - eigentlich war es sooo enttäuschend. Soo kalt. Wollpulli, Wollsocken, nichts mit draußen Tanzen. Gar nichts mit Tanzen. Niemand hat getanzt. Und ich war schüchtern. lauter Leute die ich kannte aber kaum Gespräche mit Gleichaltrigen, nur mit 40jährigen, gewohnt gut.
Und dann war doch der der Barkeeper gerade erst aus einem Land zurückgekehrt in dem ich auch mal war, sowas sieht man. Gintonic und Chips bis halbfünf zu dritt. Am Ende war ich nicht mal sonderlich betrunken, im Gegensatz zu A der betrunken genauso süß ist wie sonst - er ist immer einfach er selbst, sehr nett, aber müüde und hab da geschlafen, im Bett, der Barkeeper auf einer Luftmatratze, die er sogar noch ganz aufgeblasen hat. Der war echt fit. Zeitumstellung? Und dabei erzähle ich doch sonst NIE was von mir. Außer wenn ich Menschen schon länger kenne, kurz im Nebensatz was kurz bevor ich mich aufs Fahrrad schwinge. Und bis halb fünf hatten wir eigentlich alles durch, was ich sonst nie erzähle. Bin ich jetzt eine andere? Offenheit pur. Seltsam. Ob die mir das alles geglaubt haben? Ist ja schon ein bißchen viel. Ist ja schon ein bißchen unwahscheinlich. Ist aber so. Bin nicht verliebt, gar nicht, gar nicht, schade schon, aber nichts zu machen. Interessant. Es gibt also auch Männer die zuhören können in die ich mich nicht verliebe.
Eigentlich also ein doofer Abend - ich hätte sooo gerne getanzt! ich will tanzen!
Aber bemerkenswert der Abend.
Jemand würde mit mir zum Belle&Sebastian-Konzert gehen, der meint, Frauen wären die schlechteren Lehrer. Ein Pole. Sonst nett. Soll ich?
Ich habe mich schon entschieden, ich würde auch allein gehen. Obwohl das komisch ist. Aber B&S in der Stadt und nicht hingehen, das geht nicht. Mal erleben, daß es sie wirklich gibt. Sie nich nur Daten sind.
Gibt es Münchner hier die das lesen und zu dem Konzert gehen?
Ich könnte eine gelbe Kravatte kaufen und tragen, dann würde man mich erkennen. Es wär also ein Blind Date?
1.5.06 15:36


zwischendurch

heute im Eiscafé eine sichtlich schwangere Frau mit T-Shirt-Aufdruck "saure-Gurken-Zeit" gesehen.
Erst habe ich es gar nicht verstanden, weil der Ausdruck zu dem gelangweilten Gesicht paßte, aber dann fand ich den Witz blöd.
Vielleicht darf man zu so einem T-Shirt nicht aussehen wie eine saure Gurke.

Da lag dieses Buch über ein halbes Jahr unberührt in meinem Nachttisch, und siehe da, es geht genau um das was mich die ganze Zeit beschäftigt: Im Westen Nichts Neues.
Aber ich glaube ja njicht an Schicksal.
30.4.06 17:56


noted

habe Notizen aus meinem alten Handy abgeschrieben:

Berlin
wir sind loser aber wir sind okay
München
wir sind okay weil wir toll sind

(Anmerkung beim Abtippen: Weil ich okay bin bin ich toll.)

Anhalter nachts 11 41
n27 Paulus 29 59 direkter Anschluß am Kudamm n29er
nauener Platz n29er 17 47 ebenso Anschluß

Vier Jahreszelten

Wollhose
Bibelhülle
Opernglas
Hut
Hüfthose
Jacket

Hörbücher:
Mann, Felix Krull
Koeppen, Jugend
Johnson, Versuch einen Vater zu finden
Tabucchi, Erklärt Pereira

Mo-Do 8.30-12
Do 14-16h
Prüfungsbüro

Eis Falkensteinstraße

tense and dristracted

Packliste
Kopfhörer
Tuch
Unterwäsche
Socken
Hemden
Schminke
Zahnbürste
Waschlappen
Duschgel
Nachthemd
Brieftasche
Tagebuch
Stifte
Bibel
Stundenbuch
Briefmappe
Akkus
Telefon
Fotoapparat
29.4.06 15:17


Elementarteilchen

Ein Abend an dem es donnert nach einem Tag voller Regen, der weniger und mehr wurde wie die Musiklautstärke die eine Anlage beim Abspielen eines Liedes anzeigt, nur daß das Lied einen ganzen Tag andauert. Und jetzt donnert es so schnell daß es wie Gewehrschüsse klingt die in einem Hof hallen, aber wir haben keinen Hof, wir haben nur jede Menge Platz vorm Fenster der bis zum Wäldchen auf dem Hügel geht, darum ist es wohl Donnner.
Eine Freundin die ich wirklich lieb habe schreibt mir schon seit zwei Wochen emalis die ich nicht öffne. Ich habe ihr vor zwei Wochen geschrieben wie schlecht es mir geht und dann war ich weggefahren und es ging mir besser und ich habe die mails einfach nicht geöffnet. Ich weiß nicht was drinsteht. Vor ein paar Stunden kam eine mail von ihr die ich gelesen habe in der sie fragt wo ich bin und außerdem daß sie wieder zu dem Typen zurückgezogen ist den sie nicht liebt. Wie schade. Muß das so sein, daß man bei Menschen ist, die man nicht liebt, um nicht allein zu sein? Bin ich darum allein? Ich bin allein wie um mich alle möglichen anderen Leute.

Am Mittwoch habe ich mit einer Freundin "Elementarteilchen" gesehen und geweint. Sie hat richtig geweint, ich habe die unteren Wimpern waagrecht gehalten und mit Lidanspannen die Tränen aufgehalten.
Ich habe das Buch nicht gelesen.
Der Film ist gut. Nicht schön, aber gut. Immerhin haben wir geweint, und das habe ich lange nicht mehr gemacht im Kino, auch wenn meine Augen die Tränen wieder verschluckt haben.
Er erzählt nämlich von uns und der Welt in der wir leben.
Alle wollen nur geliebt werden. Alle die ich mag. Und die Protagonisten im Film. Alle wollen lieben und geliebt werden und Nähe und nicht allein sein.
Aber genauso wollen eine Menge Leute die auch so viel wie alle zu sein scheinen immer noch etwas besseres, sich nie einlassen, sich nie entscheiden.
Und genau das nicht, denn Nähe bedeutet Dreck, also sich die Finger dreckig machen, Arbeit und Schmerzen.
Okay, und dann gibt es noch die Menschen wie B denen Menschen tatsächlich egal sind weil sie selbst so dringend Bedeutung brauchen, aber das ist etwas anderes.
Manches ist schlimm. Aber vieles andere ist traurig.
Das Traurige ist nicht schlimm.
Aber traurig.
28.4.06 22:53


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